Dies ist ein Ort, wo Lebensschützer den abgetriebenen Kindern gedenken können.
Im Laufe der vergangenen Jahre konnten wir mit großer Hingabe und vielseitigem Engagement zahlreichen Eltern helfen, die trotz so mancher Hürden Ja zu ihren Kindern gesagt haben. Dennoch gibt es immer wieder Situationen, wo im Lebensschutz Aktive mit der Situation konfrontiert sind, dass Eltern ihre Kinder nicht annehmen. Somit wurde ein öffentlicher Raum geschaffen, um der vielen abgetriebenen Kinder zu gedenken und um für ihre Familien zu beten.
Für all die vielen Kinder, die durch Abtreibung zu Tode gekommen sind, steht stellvertretend der Name Lydia.
Lydia ist das vierte Kind ihrer Eltern, die im Gegensatz zu ihren drei älteren Geschwistern nicht leben durfte. Das kleine Mädchen ist in der 9. Schwangerschaftswoche infolge der Einnahme der Abtreibungspille gestorben. Nach der Einnahme der ersten der beiden abtreibenden Tabletten realisierte ihre Mutter, dass dies ein Fehler war. Sie versuchte, das Leben ihres Kindes zu erhalten und der todbringenden Tablette entgegenzuwirken. Doch hierfür war es bereits zu spät. Es kam zur Fehlgeburt. Der Anblick ihres Kindes, welches mitsamt der Fruchtblase aus ihrem Leib ausgestoßen wurde, ließ sie zutiefst erschaudern: Entgegen ihrer Annahme, es sei „nur ein Zellklumpen“, erblickte sie ein erstaunlich gut entwickeltes kleines Menschenkind, bei dem jedes einzelne Fingerchen zu sehen war.
Lydia wurde von ihrer Mutter liebevoll in ein kleines Kästchen gelegt und würdevoll beerdigt.
An Lydia - und all die vielen durch Abtreibung verstorbenen namenlosen Kinder -erinnert eine Gedenktafel in der St. Antoniuskirche in Bregenz.