Plattform für das Leben Vorarlberg
1 October 2021

Zuflucht für muslimische Frauen - Erfahrungsbericht

Mitten unter uns ereignen sich täglich Gewalttätigkeiten von denen wir meist nichts mitbekommen.

Eine 34-jährige Frau, geschieden und kinderlos, war in der neuen Stadt einsam. Sie lernte einen muslimischen Mann kennen. Rasch zeigte sich, dass sie von ihm schwanger wurde. Seine Reaktion war keineswegs erfreut. Einzig eine Abtreibung kam für ihn infrage. Sie erfuhr, dass er schon einmal eine Frau zur Abtreibung gezwungen hatte. Nun geht es ihr gleich wie der anderen Frau: Auch ihr Baby soll mit allen Mitteln verhindert werden. In großer Verzweiflung nahm sie in der
7. Schwangerschaftswoche die Abtreibungspille Mifegyne®. Unmittelbar nach der Einnahme spürte sie, wie unerträglich es ist, wenn das Kind im eigenen Leib stirbt. Erschreckt über sich selbst, wandte sie sich unmittelbar nach Einnahme des Tötungspräparates an unser Hilfetelefon:
Abtreibungspille – Es gibt Hoffnung

Dank der raschen Einnahme von hochdosiertem Progesteron hat das Baby den Angriff auf sein Leben überlebt!
Die Schwangere schrieb eine Woche nach Einnahme der Abtreibungspille: "Es ist wirklich ein Wunder, dass ich mein Baby noch behalten durfte. Das habe ich deiner raschen Hilfe zu verdanken."

Doch der Terror, den die Familie des Mannes auf die verzweifelte Frau ausübte, ebbte nicht ab. Als sie merkten, dass das Baby trotz Abtreibungspille immer noch am Leben war, drohten sie der Schwangeren neben psychischer Gewalt auch mit körperlichen Schlägen, die eine Fehlgeburt auslösen sollten. Auch die Grausamkeiten einer Kindesentführung wurden ihr vor Augen gestellt, sollte das Baby geboren werden. Dieser Druck ließ die Frau erneut in ihrem Entschluss für das Leben des Kindes zu kämpfen, ins Schwanken geraten. Sie vereinbarte in der 10. Schwangerschaftswoche einen Termin für eine chirurgische Abtreibung. Sie wusste nicht mehr ein noch aus. Da wir die ganze Zeit über in Kontakt waren, vertraute sie mir ihre "eigentlichen" Sorgen an. Rasch war klar, diese Frau benötigt maximalen Schutz für Leib und Leben. Dazu brauchte es eine große Bereitschaft seitens der Schwangeren, zu ihrem eigenen Schutz ihr gewohntes Umfeld zu verlassen und jeglichen Kontakt abzubrechen. Sie konnte an eine professionelle Beratungsstelle vermittelt werden, wo ihr mit Rat und Tat beigestanden wird.

"Die große Liebe zu meinem Kind gibt mir Kraft!"

Gestern schrieb sie freudig: "Mir und vor allem dem Kleinen - es ist ein Junge! - geht es gut. Ich habe eine große Untersuchung bei einem Spezialisten machen lassen. Es sieht alles gut aus. Ich bin dir sooooo dankbar!"

Beten wir weiter für diese Frau und ihr Baby, dass sie geschützt bleiben mögen. Der Geburtstermin ist im Jänner 2022!

Für den Inhalt: Natalie B.-M.
www.plattform-leben-vorarlberg.at