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Am Montag, den 8. März 2021, wurde der Internationale Frauentag begangen. Seitens der Frauentags-Aktivistinnen scheint die Propagierung der Frauenrechte, wie diese von den überwiegend Linken verstanden werden, extrem einseitig.
Hier der Original-Auszug aus dem Forderungskatalog der Initiatorinnen des Frauentags:
"Flächendeckender, kostenloser und freier Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen in jedem Spital. Abgabe des medikamentösen Schwangerschaftsabbruches rezeptfrei in jeder Apotheke und durch alle ÄrztInnen. Auch Verhütungsmittel müssen gratis und leicht zugänglich sein. Es braucht Angebote zur (freiwilligen) Beratung und eine breite, öffentliche und schulische Aufklärungskampagne durch unabhängige Vereine."
Sämtliche Politikerinnen erhielten in den vergangenen Tagen Post von unserer Lebensrechts-Plattform mit der Aufforderung, Frauen im Schwangerenkonflikt Beachtung zu geben und sie in die Mitte zu holen.
Brief an Frauen- und Familiensprecherinnen von ÖVP und FPÖ (5.3.2021):
In der Medienberichterstattung erhält man im Schatten von Corona den Eindruck, alle anderen Themen seien nicht mehr existent. Insofern ist es zu begrüßen, Frauen am Internationalen Frauentag am 8. März, in die Mitte zu rücken.
Seitens der Frauentags-Aktivistinnen scheint die Propagierung der Frauenrechte, wie diese von den überwiegend Linken verstanden werden, extrem einseitig. Mit dem vermeintlichen „Recht auf Selbstbestimmung“ wird im Bezug auf eine überraschende Schwangerschaft das Recht auf Durchführung einer „sicheren Abtreibung“ verstanden. Und dabei benötigt eine Frau in dieser herausfordernden Lebenssituation in erster Linie Verständnis, Zuspruch, Unterstützung und eine Willkommenskultur ihrem vorgeburtlichen Kind gegenüber.
In der Begleitung von schwangeren Frauen erfahre ich täglich, dass die „Errungenschaft“, in Österreich straffrei abtreiben zu können, Frauen sehr häufig zu Opfern macht. Unsere liberale, festgefahrene Abtreibungspolitik, in der keine Beratungspflicht und Bedenkzeit vorgesehen ist, ist für zahlreiche Frauen der Beginn einer ganzen Reihe von Schwierigkeiten.
Noch nie war unsere Schwangerenkonfliktberatungs-Helpline derart stark frequentiert, wie seit Beginn der Corona-Pandemie!
Soziale Unsicherheit, Verlust des Arbeitsplatzes, Angst vor der Zukunft und zahlreiche weitere Gründe, veranlassen Frauen übereilt eine Abtreibung durchführen zu lassen, was nicht wenige unmittelbar danach schwer bereuen.
Im Blick auf dieses totgeschwiegene Thema der häufig im Stillen leidenden Frauen, hat das Begehen des Frauentags am 8. März einen bitteren Beigeschmack.
Bitte unternehmen Sie alles, um am 8. März auch auf das Tabuthema des Schwangerenkonflikts hinzuweisen. Neben verbessernden Maßnahmen sollte jeder von uns dazu beitragen, damit sich Österreich zu einem Land entwickeln kann, in dem jedes Kind willkommen ist und Abtreibungen keine Option mehr darstellen.
In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen freudig begehbaren Frauentag am 8. März.
Natalie Bayer-Metzler